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Monika Michalikova
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Geschichte

Dr. Ida P. Rolf

Dr. Rolf (1896-1979) erhielt ihren Doktortitel in Biochemie am „College of Physicians and Surgeons“ der Columbia Universität im Jahre 1920. Während der folgenden 12 Jahre arbeitete sie am Rockefeller Institut. Zunächst in der Abteilung für Chemotherapie, später in der Abteilung für Organische Chemie. Innerhalb dieser Zeit ließ sie sich beurlauben, um noch Mathematik und Atomphysik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule der Schweiz in Zürich zu studieren. Diese Hochschule ist bis heute eine der technischen Top-Universitäten, die 31 Nobelpreisträger unter ihren Absolventen hervorgebracht hat. Einer von ihnen war Albert Einstein. Ihre Zeit in Zürich nutze Dr. Rolf auch um an den Wochenenden Homöopathische Medizin in Genf zu studieren.

Angetrieben Lösungen für ihre eigenen gesundheitlichen Probleme und die ihrer zwei Söhne zu finden, widmete Dr. Rolf viele Lebensjahre der Erforschung alternativer Heilmethoden. Dazu gehörten Homöopathie, Osteopathie, Chiropraktik, Yoga, Alexander Technik und die Arbeit von Alfred Korzybski der Stadien des Unterbewusstseins. Während Dr. Rolfs Forschungen immer einen starken wissenschaftlichen Fokus hatten, erkannte sie auch den Wert der Lösungen, welche durch Intuition entstanden waren.

Sie erforschte den Effekt der Schwerkraft auf unseren Körper und beobachtete ,
dass anhaltende Besserungen von Beschwerden und das übergeordnete Gefühl von Wohlbefinden stark von einer Balance der Körperstruktur in der Schwerkraft abhängen. Dr. Rolf war davon überzeugt, dass ein Ungleichgewicht in der Körperstatik und -struktur sich auf das Netzwerk des Bindegewebes – Muskeln, Faszien, Sehnen und Bänder – in Form von negativen Kompensationsstrukturen auswirken würde.

Dr. Rolf stellte die fundamentale Frage: „Welche Voraussetzungen müssen für die menschliche Körperstruktur erfüllt sein, um so im Einklang mit der Schwerkraft zu sein, dass der gesamte Mensch möglichst optimal und ergonomisch funktionieren kann?“

Diese Frage zu beantworten wurde zum zentralen Thema ihres Arbeitslebens, und bildete die Basis ihrer Methode der Bindegewebsmanipulation und Bewegungslehre. Einer ihrer größten Beiträge im Feld der Körperarbeit war die Entdeckung, dass die Schwerkraft als organisierendes Element, auf einzigartige Weise bedeutsam für unsere Körperstruktur, Bewegungskoordination, räumliche Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit ist.

Um ihre Arbeit weiterzugeben und erlernbar machen zu können, entwickelte sie eine Serie von zehn Sitzung, welche bis heute die „10er Serie“ genannt werden. Dr. Rolf prägt den Begriff Strukturelle Integration als Namen für ihre Methode. Erst Jahre später wurde ihr eigener Name Synonym für die Methode und ist seitdem darunter bekannt: Rolfing® Strukturelle Integration

Seit ihrem Tod im Jahre 1979 im Alter von 83 Jahren, hat das von ihr gegründete Rolf Institute® of Structural Integration, zusammen mit seinen weltweiten Tochtergesellschaften wie der European Rolfing® Association e.V., ihre Arbeit fortgeführt und zahlreiche Rolfer™ und Rolf Movement® Practitioners ausgebildet und zertifiziert, sowie wissenschaftliche Forschungen auf diesem Gebiet gefördert.

Dr. Rolf hat eine lebendige Methode hinterlassen, die heute von mehr als 2000 zertifizierten Rolfern weltweit angewendet wird. Sie selbst gilt als eine der führenden Pionierinnen im Bereich der Bindegewebsmanipulation und Bewegungslehre. Dr. Rolf´s tiefgehende Nachforschungen wie sich eine in der Schwerkraft organisierte Körperstruktur positiv auf den gesamten Menschen auswirkt, hat das Feld der Körperarbeit über Generationen weltweit inspiriert.

Für eine detailierte Chronologie ihrer Lebens und mehr zu den Schlüsselereignissen in der Entwicklung von Rolfing® Strukturelle Integration, unter Dr. Ida P. Rolf – Chronologie.

 

Die Geschichte des Rolfing Logos

Das Logo des Rolf Institutes stellt die außergewöhnliche Geschichte eines vierjährigen Jungen, Tim Barrent dar, bei dem 1959 Morbus Perthes, eine orthopädische Kinderkrankheit, diagnostiziert wurde.

Die Ärzte rieten Tim‘s Mutter ihn für fünf Jahre in Gips zu legen und es wurde prognostiziert, dass Tim im Alter von 20 Jahren im Rollstuhl sitzen würde. Dr. Rolf glaubte, dass sie Tim helfen könnte, ohne dass ein Gips notwendig sei. Sie arbeite mehrere Monate mit und an ihm. Tim wuchs ohne irgendwelche körperlichen Einschränkungen auf und ist heute ein gesunder, aktiver Surfer, der mit seiner Familie auf Hawaii lebt.


Strukturelle Integration

Ida Rolfs Werk ist heute unter dem von ihr ursprünglich geprägten und bevorzugten Begriff "Strukturelle Integration" bekannt. [5] Der Begriff "Rolfing" ist ein eingetragenes Markenzeichen des 1971 gegründeten Rolf Institute of Structural Integration in Boulder, Colorado, USA. [6] Zwei Grundannahmen unterscheiden Rolfing von anderen Körpertherapien: Erstens, körperliche Balance, Ausgeglichenheit, flüssige Bewegungen, Leichtigkeit, Anmut und letztlich das Wohlbefinden eines Menschen erfordern eine gute Anpassung an das Schwerefeld. Zweitens, die Grundlage und das Organ der Struktur ist die Faszie.